Spätsommer im Rückblick

Letzte Aktualisierung am 11. August 2014.

Der September war sehr arbeitsintensiv, sowohl was den Beruf als auch die Bienen angeht. Deshalb gibt es die Informationen zum Spätsommer mit den Bienen chronologisch als Gesamtbetrachtung.

6. September

Der 6. September (ein Dienstag-Abend) stand ganz im Zeichen der Auffütterung von A und B.

  • A bekam die letzten 8 kg Zucker
  • B bekam die ersten 10 kg Zucker

Beides in 10-Liter-Behältern liebevoll angerührt.

14. September

Bei B1 habe ich (nach langer Zeit) den Liebig-Dispenser und die Windel der ersten AS-Behandlung entfernt. Die Wirkung war gut, mehrere Hundert bis Tausend Milben auf der Windel.

16. September

Gleich am Donnerstag-Abend ging es weiter mit Volk A: Die Zuckerlösung scheint zu dick gewesen zu sein, im Behälter befand sich ein Bodensatz aus auskristallisiertem Zucker (ca. 1/4). Den habe ich entnommen und die Bienen ausgeklopft, um mit der Varroabehandlung weiterzumachen.

Die zweite Varroabehandlung:

  • 200 ml AS im Liebig-Dispenser (Langzeitbehandlung über eine Woche)
  • So-Abend waren bereits 100 ml verdunstet, was zu viel ist. Aber ausgezogen sind sie nicht.
  • Tote Bienen vorm Flugloch gefunden.
  • Hunderte Milben auf Windel

19. September

Montag-Abend hatte ich Zeit, nach Volk B zu schauen. Auch hier das gleiche Ärgernis wie bei A: Auskristallisierter Zucker im Futterbehälter (ca. 1/3). Den habe ich entnommen und den Futterbehälter von Volk A mit heißem Wasser aufgegossen und weitere 2 kg Zucker hinzugefügt.

Außerdem habe ich den Fluglochkeil eingesetzt, weil die Nächte jetzt schon kälter werden. Der Fluglochkeil lässt nur eine 7-mm-hohe Öffnung frei, damit sich keine Mäuse bei den Bienen einnisten.

24. September

Diesen Samstag-Abend habe ich den Liebig-Dispenser aus Volk A nach 8 Tagen entfernt. Dann habe ich ihnen das Restfutter von Volk B zurückgegeben, das ich vorher mit Wasser aufgefüllt habe. Das sollte das letzte Futter sein.

Jetzt, nachdem die Ameisensäurebehandlung vorbei ist, hat auch Volk A einen Fluglochkeil erhalten.

27. September

In der Mittagspause am Dienstag habe ich bei Volk B1 vorbeigeschaut:

  • das Volk ist sehr kräftig: sieben Wabengassen sind voll besetzt mit Bienen
  • allerdings habe ich vorm Eingang eine Biene mit verkrüppelten Flügeln gesehen. (Wenn Bienen schon als Larven von der Varroamilbe befallen sind, übertragen sich Viren auf die Larven. Eine Sorte davon sorgt für die Missbildung der Flügel.)
  • LD eingesetzt mit 100 ml AS (Langzeitbehandlung 7 Tage)

29. September

Diesen Donnerstag waren wieder beide Gartenvölker dran.

Volk B:

  • Zweite Varroabehandlung, diesmal mit Nassenheider Verdunster (10-14 Tage im Stock)

Volk A:

  • Katastrophe! Die Zuckerlösung vom 24. muss deutlich zu dünn gewesen sein, sie ist zu Alkohol vergoren. Tote Bienen schwimmen drin herum und einige ganz schwarze (!) krabbeln am Rand und auf dem Schwimmmaterial.
  • Diese Alkohol-Zuckerlösung habe ich sofort weggekippt und ihnen erst einmal einen Becher 300 g Apifonda reingestellt.
  • Ich denke, dass die Schwärze einiger Bienen von dem Alkohol kommt und hoffe, dass es nichts Schlimmeres ist.

Inzwischen ist es schon recht spät für die Auffütterung, ich hoffe, dass ich trotz dieser Verzögerung die Bienen noch gut einwintern kann. Ob sie um diese Zeit Festfutter noch annehmen, wird sich herausstellen.

7. Okober

Inzwischen ist es Oktober und ich sollte längst fertig sein mit allem. Das muss nächstes Jahr besser werden. Behandlung und Auffütterung sollten für alle Völker eines Standorts parallel laufen. Immerhin, ich habe was gelernt.

B1 ist an diesem Freitag in der Mittagspause dran. Ich muss sagen, ich liebe dieses Jungvolk. Es macht überhaupt keine Probleme. Sie sind nicht aggressiv, sehr stark, stehen gut im Futter und reagieren auch gut auf die Ameisensäure.

  • LD entfernt: Milbenfall sehr ergiebig, mehrere Hundert bis Tausend
  • Auffütterung mit ca. 2,5 kg Zucker verteilt auf drei 1-Liter-Gefäße & einem Rest Apifonda. Wenn das alles eingelagert ist, brauch ich mir über die Überwinterung keine Gedanken zu machen.
  • Spechtnetz angebracht. Das Volk steht in der Nähe eines Waldes. Das Spechtnetz soll verhindern, dass ein Specht auf die Idee kommt, Bienen aus der Zarge zu naschen. Es gibt Imker, die finden im Frühjahr nur noch einen Schweizer Käse ihrer einstigen Bienenbeute vor, natürlich leer.

9. Oktober

Heute habe ich nach meinen Gartenvölkern geschaut, bei herrlichem Oktoberwetter. Sonne satt. Zwar nur 10-15 °C, aber die Bienen sind trotzdem rege geflogen. Einige kamen mit (gelbem) Pollen zurück.

Volk A: Die Frage war ja, ob sie noch Festfutter annehmen (Apifonda) und ich kann soviel sagen, dass zumindest einige Bienen draufsaßen. Dennoch habe ich mich entschieden, ihnen nochmal die Menge an Flüssigfutter zu geben, die ich zuletzt als vergoren weggeschüttet hatte: 2,5 kg Zucker, diesmal vorbildlich 1:1 mit Wasser verdünnt.

Volk B: Hier habe ich den leeren Nassenheider Verdunster entfernt. Die Windel war wieder voll mit Milben. Dann habe ich die Leerzarge entfernt und die obere Zarge versucht anzuheben. Sie ist so schwer wie eine volle Honigzarge. Daher behaupte ich mal, dass die Bienen ausreichend Futter haben (10 Futterwaben bringen ein Volk über den Winter). Volk B ist damit als erstes Volk winterfest!

Ich hoffe, dass alle meine Völker jetzt ausreichend milbenfrei sind, auf dass noch ein paar kräftige Winterbienen schlüpfen. In ein paar Wochen werde ich bei allen nochmal die Windel unterschieben, um den normalen Milbenfall zu überprüfen. Dies sollte man frühestens 14 Tage nach der letzten Behandlung machen, um verzerrende Einflüsse jener Behandlung zu vermeiden. Der Milbenfall sollte dann eine Milbe pro Tag nicht überschreiten.

Nächster Eintrag

Vorheriger Eintrag

Ähnliche Einträge

Kommentare

Kommentare deaktiviert.

Pingbacks

Pingbacks sind deaktiviert.