Die ersten Bilder

Letzte Aktualisierung am 18. August 2014.

Zarge mit 10 RähmchenHier folgen mit deutlicher Verspätung einige Bilder von meinen ersten Imkerversuchen.

Zur Grundausstattung eines Volkes gehört zunächst einmal eine Beute. Das ist quasi das Bienenhaus. Eine Beute besteht aus einer bis mehreren Zargen. Solch eine Zarge ist hier abgebildet.

Es handelt sich um eine Zarge im Zandermaß mit zehn Rähmchen, die dort eingehängt werden. Die Rähmchen sind gedrahtet, damit man Mittelwände in ihnen anbringen kann. Mittelwände sind flache Wachsplatten mit Wabenstruktur. Diese werden eingelötet, d.h. man setzt die Drähte unter leichten Strom, so dass sie warm werden. Die aufliegende Mittelwand schmilzt dann leicht an und der Draht versinkt in der Mittelwand. Nach ein paar Sekunden Erkalten sitzt die Mittelwand dann stabil im Rähmchen.

Öffnen der Beute mit SmokerHier sieht man, wie beim Öffnen die Abdeckfolie angehoben und einige Rauchstöße mit dem Smoker in das Volk gegeben werden.

Der Deckel fehlt bereits. Zu sehen ist eine Zarge auf einem Beutenboden. Der Beutenboden ist nach unten offen und nur ein Gitter verhindert das Eindringen von anderen (größeren) Tieren. Kot und andere Abfälle können hingegen ungehindert durchfallen, was die Sauberkeit im Stock erhöht.

Es handelt sich um ein Jungvolk, welche meist auf einer Zarge sitzen.

Suche nach der KöniginWir suchen nach der Königin, um sie zu zeichnen.

Eine gezeichnete Königin überseht man nicht so leicht. Das bringt Vorteile, wenn man sie zum Beispiel bewusst aussortieren will. Aber auch, wenn man am Volk arbeitet: Hat man sie gesichtet, läuft man nicht so sehr Gefahr, sie versehentlich zu verletzen.

Eine BienenwabeEine wunderschöne Brutwabe. Wunderschön deshalb, weil sie dem Lehrbuch entspricht.

Das Rostbraune in der Mitte sind verdeckelte Brutwaben. Ihre Lückenlosigkeit deutet auf eine gesunde Königin hin.

All die dunklen, glänzenden Waben enthalten Honig. Brut ist immer von einem Honigkranz umgeben. Rechts oben auf der Wabe sieht man ein paar gelb und orange gefüllte Waben, das ist Pollen, die Nahrung für die Brut.

Links der rostbraunen verdeckelten Brut sieht man ein paar offene Brutwaben mit weißem Inhalt, das sind Larven, die noch nicht verdeckelt, aber schon sehr groß sind.

Ach ja: die Königin ist auch auf der Wabe: wer sie entdeckt, darf sich freuen.

gefangene BienenköniginHier ist die eingefangene Königin zu sehen. Sie befindet sich in einem Glaskolben mit Gitterdeckel. Von unten schiebt man sie vorsichtig mit einem Schaumstoffstöpsel gegen das Gitter, so dass sie mit ihrer Rückenplatte in einer Gitteröffnung zur Ruhe kommt. Dann kann man ihr einen Farbpunkt auf den Rücken setzen.

Manche Imker haben auch einen Bedarf für Nummern, dann wird ein Nummernplättchen aufgeklebt.

Es versteht sich von selbst, dass man der Königin bei dieser Prozedur nicht schaden will – sonst wäre das Unterfangen ja nutzlos gewesen.

Bleibt die Königin im eigenen Volk, setzt man sie einfach zurück. Will man sie hingegen in ein anderes Volk einbringen ( umweiseln), z.B. als Ersatz für eine tote/untaugliche Königin, dann sollte man dem Volk die Chance geben, sich langsam an die Neue zu gewöhnen.

WeiselkäfigDafür steckt man die Königin in einen sogenannten Weiselkäfig, zusammen mit ein paar Arbeiterinnen (so 2-3) aus ihrem eigenen Volk. Dieser Weiselkäfig wird mit etwas Futterteig verschlossen und in das neue Volk gehängt.

Der Käfig schützt die Königin davor, von den neuen Arbeiterinnen, die sie noch nicht kennen (ihren Duft), abgestochen zu werden. Ihre eigenen Arbeiterinnen im Käfig benötigt sie, um versorgt zu werden, denn sie muss zum Beispiel gefüttert werden.

Nach und nach fressen die Arbeiterinnen den Futterteig weg. In dieser Zeit gewöhnen sie sich an sie und wenn die Königin dann herauskrabbeln kann, ist sie in den meisten Fällen akzeptiert.

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